Biografie

Toni Kraus erblickte am 23. Januar 1997 in Erlabrunn das Licht der Welt. Der Sohn einer Lehrerin und eines Musikers wuchs in Johanngeorgenstadt auf und entdeckte die Bühne frühzeitig für sich.

Schon als Kind hatte Toni zweifellos Musik im Blut. Volksmusik, um genau zu sein, was bei dem Vater auch nicht weiter verwundert. Der nämlich ist kein geringerer als Thomas „Rups“ Unger, seines Zeichens Ex-Leadsänger der Volksmusiksensation De Randfichten, die mit dem Kulthit „Lebt denn dr alte Holzmichl noch?“ im Jahre 2004 landauf, landab für Furore sorgten und zum Dauerbrenner in den deutschen Top 10 avancierten.

de klaane Flugficht

Flugficht

Rups‘ Drittältester war schon mit von der Partie, als das Volksmusiktrio noch keine feste Größe im deutschen Showgeschäft war, sondern in seiner sächsischen Heimat als Lokalmatador gefeiert wurde. Mit drei Jahren stolzierte Toni über die Bühne, wenn der Papa und seine Kollegen in Konzertsälen und Festzelten für ausgelassene Partystimmung sorgten. Drei Jahre später absolvierte er dann bereits seinen ersten eigenen Auftritt mit einem Lied, das ihm der Vater auf den Leib geschrieben hatte: „Ich bie e klaane Flugficht“, was nichts anderes bedeutet als: der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Eine Flugfichte ist der vom Wind getragene Samen einer Fichte, der, wenn er in die Erde gelangt, zu einer Fichte heranwächst – möglicherweise zu einer Randfichte. In den Herzen des Publikums von „Achims Hitparade“ ging die Saat jedenfalls sofort auf. In der beliebten MDR-Show landete Toni mit seiner prägnant glockenhellen Stimme trotz starker Konkurrenz auf dem ersten Platz.

Auch die kommerziell höchst erfolgreiche Singleveröffentlichung von „Ich bie e klaane Flugficht“ demonstrierte, dass das pfiffige Kerlchen im wahrsten Sinn des Wortes flügge geworden war.

Was folgte, war der ganz normale Wahnsinn eines Kinderstars: über 70.000 verkaufte Tonträgereinheiten, 200 Konzerte in der gesamten Republik und mehr als 60 TV-Shows. In der deutschen Fernsehlandschaft war Toni Dauergast bei den „Festen der Volksmusik“ mit Florian Silbereisen, saß auf der TVtotal-Couch bei Stefan Raab, quizzte mit Kai Pflaume in Jörg Pilawas Show und sang mit Comedy-Legende Karl Dall. Ab 2006 bewies er sich auch als Moderationstalent: Als Außenreporter verschiedener TV-Formate stand er unter anderem mit Mireille Mathieu und Helene Fischer vor der Kamera. Die Qualität seiner Darbietungen wurden durch diverse Preise ausgezeichnet: Der „Brisant Brilliant“ als einer der größten deutschen Medienpreise überhaupt, sowie der „Herbert-Roth-Preis“ als privilegiertester Volksmusik-Award, gefolgt von einer Nominierung zur „Goldenen Henne“.

Im Jahre 2009 verließ Toni vorübergehend die großen Bühnen, um sich auf sein Abitur am Schwarzenberger Brecht-Gymnasium zu konzentrieren. Gemeinsam mit seinen Eltern entschied sich der damals 12jährige für einen Rückzug aus dem Showgeschäft, weil er schon damals wusste: wirklich kreativ und frei auf der Bühne kann man oft nur sein, wenn man einen Joker in der Hinterhand hat. „Wenn du Musik machst, weil du Geld verdienen willst und sonst keine andere Möglichkeit hast, wird dir das irgendwann keinen Spaß mehr machen“, sagt der heutige Abiturient.

Take Away

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Das Toni seine große Liebe – die Musik – einfach nicht aufgeben kann und will, wurde schnell nach seinem Abschied bewusst: mit gerade einmal 13 Jahren gründete er seine erste eigene Band, die wenig später unter dem Namen „Take Away“ mit deutscher Rockmusik in ihrer Heimat zum Geheimtipp wurde.

Gemeinsam mit Keyboarderin Stefanie Volz, Gitarrist Cedric Hahner und Schlagzeuger Julian Schwengfelder entstanden erste eigene Songs und die beiden Singles „Ohne dich“ und „Vorhang auf“. Beim Deutschen Jugendmusikpreis heimste die Band bedeutende Preise ein und spielte vor bis zu 2000 Zuschauern. Als sich die Band 2012 auflöste, weil sich die Lebenswege der Musiker in unterschiedliche Himmelsrichtungen entwickelten, war Toni wieder auf sich allein gestellt.

Dass seine neue Solokarriere eine Tugend und keine Not war, macht die Entwicklung des jungen Musikers deutlich: aus eigenem Willen entschied er sich gegen ein Comeback an der alten volkstümlichen Wirkungsstätte. Toni wollte authentisch bleiben und er wollte über Dinge singen, die ihn bewegen. Anlässe gab es dafür in jüngster Vergangenheit genug: die schmerzhafte Trennung seiner Eltern im Kindesalter, Mobbing in der Schule, der Verlust von guten Freunden – und nicht zuletzt die erste große Liebe.
Bereits im Kindesalter nahm er Musikunterricht für Akkordeon, Klavier und Gesang. Später brachte er sich das Spielen auf dem Bass, der E- und Akustik-Gitarre autodidaktisch bei. Als Teenager begann er, erste eigene Songs zu schreiben und traf wenig später seinen ersten Produzenten Mirko Süß. Mit ihm arbeitete Toni an eigenen Werken – das Ergebnis ließ nicht lange auf sich warten.

Neustart

toni-band

Am 24. Mai 2013 erschien endlich die erste Produktion in Form einer Doppel-Single mit den beiden Tracks „Neonlichter“ und „Sommerregen“. Obwohl letzterer ursprünglich nur die B-Seite der Platte darstellen sollte, entwickelte sich die romantische Ballade zum eigentlichen Hit.

In TV-Shows wie „Inka Bause live“ oder „Hier ab vier“ war Toni zu Gast und spielte mit seiner Live-Band erste große Auftritte. Bis heute wurde „Sommerregen“ auf den Social Networks über eine halbe Million Mal geklickt. Sicher auch deshalb, weil der Song durch den Remix von den Entdeckern „Ric & Rixx“ die deutschen Discotheken eroberte. Große Dance-Acts legten den Song im ganzen Land auf, ehe er gemeinsam mit dem derzeit erfolgreichsten deutschen DJ-Duo „Gestört aber GeiL“ auf dessen Album erschien und 2015 hochverdient die Charts erreichte.

Mit dem Rückenwind des Erfolges von „Sommerregen“ wagt sich Toni Kraus nun an sein erstes Solo-Album. 14 neue Songs, vereint unter dem Titel „Neuanfang“, erscheinen im Juni 2016 als Download und physische LP deutschlandweit. Der ehemalige Kinderstar hat sich in wenigen Jahren zu einem ernstzunehmenden Musiker entwickelt. Die Süddeutsche Zeitung bezeichnet ihn sogar als „die ostdeutsche Hoffnung der Popmusik“, vor allem auch deshalb, weil der 18jährige sein Album selbst schrieb, komponierte und produzierte.

Über 3 Jahre wurde im Chemnitzer Studio an der Platte geschraubt. Es geht um das Leben, die Liebe, um Freude und Schmerz. Eben alles das, was es braucht für den perfekten Neuanfang …